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Camping in Frankreich: 4 super Plätze & viele tolle Aktivitäten

Zwei Wochen Camping in Frankreich mit unserer Tochter (7): Alle Plätze, alle Aktivitäten, viele tolle (Geheim-) Tipps für Genießer*innen. Jetzt entdecken!

Leute, hurra! Die Kleine Prints Geschichten sind zurück aus der Sommerpause! Und welches Thema könnte da besser geeignet sein, als ein ausführlicher Urlaubsrückblick unserer Gründerin Eva auf ihr wundervolles Camping in Frankreich?! Genau, keins!

Denn die entsprechenden Artikel über den Camping-Roadtrip 2018 und alle Zeltplätze auf der 2018er Route haben Euch letztes Jahr unglaublich gut gefallen und es kamen bereits einige Anfragen, ob’s sowas denn dieses Jahr auch wieder gibt.

Eva’s Antwort: Na klar! Und deswegen lassen wir sie jetzt auch gleich loslegen, wie gewohnt mit jeder Menge Infos über die Campingplätzen sowie ihre entdeckten Lieblingsaktivitäten, Restaurants & Co.:

Camping in Frankreich 2019: Wir 3 wieder auf großer Fahrt!

Wir starteten unseren Traumtrip 2.0 Ende Juni 2019 von Hamburg aus (von wo auch sonst). Die erste Etappe führte uns nach Düsseldorf zu einem kurzen Familienbesuch. Von dort aus sind wir nach einer Nacht weiter nach Frankreich gefahren, zu einem relativ unspektakulären Campingplatz an der Loire, den ich hier nicht gesondert erwähne.

Es war nun Anfang Juli und einfach mega heiß, ganze 41 Grad im Schatten! Daher waren wir froh, als wir am nächsten Tag unsere Reise fortsetzen konnten und in ein etwas angenehmeres Klima düsten: Nach Le Gurp im Médoc Atlantique. Le Gurp ist ein Campingplatz umgeben von wundervollen Pinienwäldern, den mir liebe Freundinnen empfohlen hatten, die dort schon als Kinder und Jugendliche immer mit ihren Familien Urlaub gemacht haben.

Erste Station: Camping Le Gurp im Médoc Atlantique (7 Nächte)

Der Campingplatz sieht wahrscheinlich auch immer noch genau so aus wie in deren Erinnerungen – dort scheint sich seit Jahrzehnten nichts verändert zu haben.

Was mir außer den wunderschönen Pinien sofort aufgefallen ist: Auf dem Campingplatz waren sehr viele Deutsche – das finde ich persönlich im Urlaub nicht immer sooo toll. Aber für unsere Tochter Lotta war es natürlich grandios, da dadurch unglaublich viele deutschsprechende Kinder da waren. Insgesamt waren dort auf dem Platz in Le Gurp viele Familien, das fanden wir toll. Wir sind dann auch ein, zwei Tage länger geblieben als ursprünglich geplant, weil wir so nette Leute kennengelernt haben. Es waren auch einige Jugendliche auf dem Campingplatz, daher gab’s auch oft etwas Partyradau, aber es war alles im Rahmen und zu ertragen.

Die Umgebung des Campingplatzes ist wie schon angedeutet einfach wunderschön, auf der einen Seite ein Pinienwald (ich liiiebe Pinienwälder!) und auf der anderen Seite Dünen, durch die man direkt zum Strand gehen konnte.

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Am Strand in Le Gurp stehen so alte Bunker, die mit Graffitis besprüht sind. Sie geben optisch ’ne coole Kulisse ab, man kann draufklettern, und wenn die Flut kommt, sieht es mega aus, wie die Wellen die Bunker umspülen! Für die Kinder ist es natürlich ein toller Spielplatz – an einem Tag wurde sogar einer der Bunker komplett übermalt und größere Kinder durften ihn neu besprühen.

Vom Campingplatz Le Gurp aus kann man schöne Ausflüge machen. Wir hatten unsere Fahrräder dabei (eine Lehre unseres 2018er Trips!) und sind beispielsweise zum Markt in Montalivet geradelt. Die Strecke führt sehr, sehr lange geradeaus durch die traumhaften Pininewälder. Ich fand’s herrlich, Lottas Vater fand’s todlangweilig… und Lotta mussten wir die meiste Zeit mit anschieben, weil die Strecke für sie (7 Jahre) recht lang und das Wetter viel zu heiß war. Aber wie gesagt, ich fand die Tour traumhaft.

Der Markt in Montalivet war die kleine Reise auf jeden Fall wert. Dort kann man sehr leckere Lebensmittel einkaufen, schön bummeln und locker nen halben Tag verbringen. Direkt am Campingplatz Le Gurp gibt es übrigens eine Pizzeria, die superleckere Pizza macht, auch sehr empfehlenswert!

Ein weiteres tolles Ausflugsziel von Le Gurp aus ist Soulac-sur-Mer. Das ist ein kleines Örtchen, das auf den ersten Blick etwas „ausgestorben“ wirkt. Aber das auf eine sehr charmante Art; und meinem Gefühl nach ist es wieder im Kommen, dort wird viel gebaut und investiert. Ich kann gut verstehen, warum – Soulac-sur-Mer ist einfach total süß und man kann dort gut einen ganzen Tag verbringen!

Zweite Station: Le Porge, Camping Municipal La Grigne (4 Nächte)

Von Le Gurp ging es etwas weiter südlich nach Le Porge. Der Campingplatz dort ist dem in Le Gurp recht ähnlich, allerdings bietet er doch spürbar mehr Komfort! Die Sanitäranlagen in Le Porge waren sauberer, der Campingplatz-Supermarkt hatte eine deutlich bessere Auswahl (z.B. Hafermilch & Co.). Das sind zwar Kleinigkeiten, aber die können ja bekanntlich im Zweifelsfall viel ausmachen.

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Den Strand in Le Porge fand ich auch noch schöner als den in Le Gurp, er ist viel breiter und eben einfach ein schöner Naturstrand ohne jegliche Bebauung.

Auch in Le Porge haben wir wieder tolle Leute kennengelernt – das zog sich diesen Urlaub sowieso total durch, und die Menschen um einen herum machen so unglaublich viel aus! Lotta hat überall schnell Freunde gefunden,  das war einfach schön, entspannt, hat uns allen Freude bereitet.

In/um Le Porge gibt es auch viele schöne Dinge zu tun und Orte zu entdecken. Mir hat es besonders Lacanau Océan angetan, ein malerisches Städtchen mit schönem Strand, gemütlicher Fußgängerzone, tollen Cafés – und ganz und gar OHNE Bausünden! Ich würde sofort dorthin ziehen. Lacanau liegt 13 Kilometer nördlich von Le Porge. In Lacanau kann ich besonders das Banana Surf Café empfehlen – dort ist es super lecker!

Von Le Porge aus haben wir außerdem einen Ausflug zur Dune du Pilat gemacht – der größten Sanddüne Europas. Das war unglaublich toll. Wir sind hochgestiegen und haben dabei nicht die offizielle Treppe genutzt, was ich nur empfehlen kann. Der Parkplatz an der Treppe war meeega voll und die Schlange total lang. Wir sind einfach ein Stück weiter gefahren, haben unser Auto am Straßenrand geparkt und sind von dort aus einfach auf die Düne gewandert.

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(Das ist allerdings ausdrücklich nicht in der Mittagshitze zu empfehlen. Wir waren gegen 16:30 da und das fand ich perfekt. Je weniger Hitze man mag, desto früher/später am Tag sollte man logischerweise dorthin kommen.)

Auf dem Weg zur Dune du Pilat haben wir in einem total tolle Restaurant gegessen: La petite maree. Dort waren außer uns nur Franzosen, also offensichtlich ein lokaler Geheimtipp. Die Karte ist sehr Fisch-lastig, macht ja Sinn am Meer. Das Restaurant ist hübsch eingerichtet, war rappelvoll und kam mir vor wie der Inbegriff des guten französischen Lebens. Savoir vivre, nicht wahr?!

Ein weiteres schönes Ausflusziel von Le Porge aus ist der riesengroße Lac Hourtin mit dem kleinen Städtchen Maubuisson. Der See hat einen schönen Strand und man kann darauf super SUP fahren oder auch schwimmen, wenn man das mag. Der See ist sehr sauber und hat muntere kleine Fischchen drin. Maubuisson ist sehr touristisch, aber für ein Eis an der Promenade war’s ok.

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Dritte Station: Demeter Weingut Chateau d‘Esther (1 Nacht)

Von Le Porge aus ging es weiter zu unserer nächsten Station in den Weinbergen. Wir wollten uns gerne in Richtung Schweiz bewegen und sind daher auf das kleine Weingut Chateau d’Esther gefahren, das etwa eine Stunde nordöstlich von Bordeaux liegt.

Auf das Weingut sind wir aufmerksam geworden, während wir auf dem Campingplatz in Le Porge waren. Dort kam eines Tages ein Mann mit einem kleinen Wagen angefahren und packte seine Weinkisten aus dem Kofferraum aus, um auf dem Campingplatz Weine zu verkaufen. Ich bin direkt mal rübergegangen und mit ihm ins Gespräch gekommen.

Es stellte sich heraus, dass der Mann ein Deutscher ist, der mit einer Französin namens Eva verheiratet ist. Die beiden haben vor fast 20 Jahren ein Weingut übernommen und dieses Weingut quasi „back to the roots“ geführt. Das heißt: Die beiden produzieren dort Wein, wie man es in den 1970ern gemacht hat. Heute nennt man es Demeter 😉 Also: Alles ohne Pestizide, ohne Sulfite und sonstige Zusatzstoffe – und die Weintrauben werden dort tatsächlich noch traditionell mit den Füßen gestampft.

Demeter Weingut Chateau d‘EstherDemeter Weingut Chateau d‘Esther

Das Weingut ist ganz klein, es werden ca. 23.000 Flaschen im Jahr produziert, was wirklich sehr wenig ist. Der Wein schmeckt sooo unglaublich lecker. Ich habe selten einen Wein so genossen! Und, tolle „Nebenwirkung“ der natürlichen Herstellung: Ich hatte am nächsten Tag überhaupt keine Kopfschmerzen, was für mich sehr ungewöhnlich ist.

Das Chateau d’Esther (Esther war übrigens die Großmutter von Eva!) hat ein tolles Angebot: Man kann dort für 20,- Euro eine Nacht mit seinem Campingwagen stehen, duschen natürlich inklusive, und eine Weinprobe dazu buchen und bekommt einen Einblick hinter die Kulissen dieses wirklich ökologisch und inklusiv arbeitenden Weinguts. Es ist dort sehr idyllisch und es gibt viele interessante Dinge rund um das Gut und seine Wirtschaftsweise zu erfahren – also wirklich ein supertoller Zwischenstopp, wenn man in der Nähe von Bordeaux ist.

Absolute Herzensempfehlung!

Vierte Station: Campingplatz Domaine Les Géorennes im Jura Gebirge (1 Nacht)

Unser diesjähriger letzter Stopp in Frankreich führte uns ins junge Jura Gebirge. Dort hatten wir uns den Campingplatz Domaine Les Géorennes ausgeguckt. Im Nachhinein haben wir uns ein bisschen geärgert, dass wir nicht noch zwei, drei Nächte länger dort geblieben sind. Denn: Dieser Campingplatz war sooo super ruhig, idyllisch, die Leute waren super nett und es gab eine yummy yummy leckere Pizzeria auf dem Campingplatz! Total schön und entspannt alles dort.

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Dort haben wir übrigens ein ganz besonderes „Highlight“ erlebt: Plötzlich stand eine Frau mit einem Kamel vor uns. Mitten in den Bergen. Ich dachte schon, ich hab Hallus! Aber nein, es war ein echtes Kamel, das da mitten im jungen Jura Gebirge vor uns stand. Leider war es etwas abgemagert. das fiel mir sofort ins Auge.

Das Kamel war in Begleitung einer jungen Frau, eine Französin, etwa Anfang 20, die gerade dabei war, vor dem Campingplatz ihr Zelt aufzuschlagen. Wir sind ins Gespräch gekommen und die Frau berichtete mir von ihrem krassen Plan: Sie will zu Fuß mit dem Kamel, das sie einem Zirkus abgekauft hat, von Frankreich in die Mongolei laufen – um das Kamel quasi dahin zurückzubringen, wo es hingehört. Entsprechend hatte sie sehr wenig Gepäck dabei, was ich beachtenswert fand. Ihr Ziel ist, in drei Monaten nach Polen zu kommen, dort zu überwintern und schließlich im Frühling weiter in die Mongolei zu laufen.

Die Frau hat mir dann auch erklärt, warum das Kamel so abgemagert war: Die Umstellung vom Zirkus auf die Reise mit der Frau war wohl etwas stressig für das Tier und deswegen mochte es nicht so richtig futtern. Sie erklärte mir auch, dass Kamele ganz schnell ab- und zunehmen können und sich daher schnell von solchen Strapazen erholen.

Am nächsten Morgen sind wir dann nochmal zu Kamel und Frauchen gegangen und Tatsache: Das Kamel sah schon deutlich frischer und fitter aus! (Es hatte wohl die ganze Nacht gegrast.)

Okay, die Anekdote hat jetzt nicht direkt was mit Camping-Urlaub zu tun, hehe. Aber es ist doch immer wieder beeindruckend, was für unterschiedliche Menschen und abgedrehte (Lebens-) Geschichten einem auf so einem Campingtrip begegnen! Ich liebe es einfach.

Noch zwei Tipps für die Region: In der Nähe gibt es eine tolle Käserei, in der man bei der Herstellung des traditionellen Käses „Bleu de Gex“ zuschauen kann. Das war spannend, besonders für Lotta; für sie war es quasi wie die Sendung mit der Maus in live!

Außerdem haben wir eine kleine Seifenmanufaktur entdeckt. Eine etwas ältere Frau, Künstlerin, betreibt diese Manufaktur in einem kleinen Atelier in ihrem Wohnhaus. Die Manufaktur heißt Savonnerie Ferrone und ist definitiv einen Besuch wert, ganz natürlich für Seifenfans wie mich. (Ich hab dort auch ordentlich geshoppt.)

Weiter in die Schweiz

Alles in allem war unser Camping in Frankreich auch dieses Jahr wieder ein voller Erfolg, ein kleines Abenteuer und auf jeden Fall eine tolle Auszeit vom Alltag in Hamburg. Nach zwei wundervollen Wochen ging es dann weiter in die Schweiz. Alles über die Plätze und Erlebnisse dort sowie allgemeine Camping-Tipps und Erfahrungen, die wir auf der diesjährigen Tour gesammelt haben, berichte ich im nächsten Artikel.

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Bildnachweis: Alle Bilder Eva Malawska/Nils Elsner privat, ausgenommen das Bild vom Fotobuch, Quelle: Team Kleine Prints unter Verwendung eines CC00 Bildes von unsplash.com

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