Kinder und Medien: Wie findet man das richtige Maß?

Kinder und Medien: Wie findet man die richtige Herangehensweise?

Heute widmen wir uns einem Thema, das ein oft und heiß diskutiertes in Elternkreisen ist, und vorab möchten wir unbedingt dazu sagen, dass jede Mama und jeder Papa natürlich selbst entscheiden muss, was sie/er für das eigene Kind für richtig hält.

Wir vom Kleine Prints-Team haben dennoch unsere Gründerin Eva Malawska gebeten, ihre ganz persönliche Meinung und Erfahrungen zu diesem wichtigen Thema mit uns zu teilen:

Kinder und Medien: Der Einstieg

Lotta war etwa 2.5 Jahre alt, als wir angefangen haben, sie ganz sachte an verschiedenen Bewegtbild-Medien heranzuführen. Wir haben dann ab und zu mal ganz einfache Sachen, zum Beispiel das Sandmännchen, mit ihr geschaut. Etwa ab der gleichen Zeit durfte sie auch mal an unser iPad, aber nur an spezielle Apps für Kinder, zum Beispiel an eine, die Tiergeräusche macht.

Wenn man ein bisschen recherchiert, findet man wirklich tolle Apps für Kinder, zum Beispiel die Wimmelbuch-Apps oder andere schön illustrierte Apps. Ein paar meiner liebsten Empfehlungen dazu verrate ich weiter unten. Lotta hat außerdem ab und zu einen YouTube-Kanal mit Kinderliedern geschaut.

Dauer und Häufigkeit der Mediennutzung

Bei der Dauer der Mediennutzung habe ich mich einfach an die bekannten Empfehlungen von Ärzten & Co. gehalten. So 20 bis 30 Minuten am Stück sind ab einem Alter von 3 Jahren laut diesen Vorgaben ok. Weniger schadet natürlich nie.

Lotta darf nicht jeden Tag fernsehen bzw. YouTube oder Apps nutzen, da wir festgestellt haben, dass sie doch recht schnell ein Suchtverhalten entwickelt.  Je mehr Medien sie konsumieren darf, desto mehr möchte sie auch schauen und desto unausgeglichener wird sie, wenn wir es nicht erlauben. Das ist leider ein ganz übliches Phänomen, das die meisten Eltern kennen, es werden eben  bestimmte „Sucht-Areale“ im Gehirn angesprochen.

Kinder und Medien: Bewussten Konsum beibringenKinder und Medien: Nicht zu lange am Stück nutzen lassen

Allein aus diesem Grund achten wir schon sehr darauf, dass Fernsehen & Co. etwas Besonderes bleiben. Am Wochenende darf Lotta mal eine Serie gucken, ab und zu gucken wir jetzt (sie ist fünfeinhalb) auch mal alle zusammen einen Film. Normalerweise reicht Lottas Aufmerksamkeitsspanne aber nicht für einen ganzen Film.

Altersgerechte Inhalte wählen und begleiten

Ich persönlich finde es wichtig, dass man sich nicht nur die Häufigkeit und Dauer des Medienkonsums bewusst überlegt, sondern auch die Inhalte altersgerecht für sein Kind auswählt, um es nicht zu überfordern. Uns hilft dabei unter anderem die Seite Flimmo oft super weiter.

Kinder und Medien: Wie findet man die richtige Herangehensweise?

Außerdem finde ich es wichtig, besonders kleine Kinder zu begleiten, auch bei ganz einfachen Inhalten. Dinge, die für uns Erwachsene völlig harmlos sind, können bei Kleinkindern Fragen und Unsicherheit aufwerfen.

Kino: Ab wann, was für Filme für den Start?

Wir waren kurz vor ihrem fünften Geburtstag zum ersten Mal mit Lotta im Kino. Wir haben uns damals „Die Häschenschule“ angeschaut, was ich rückblickend echt eine gute Entscheidung fand. Denn der Film war nicht so aufregend wie beispielsweise die doch oftmals emotional sehr mitreißenden Disney-Filme, in denen ja jede Menge passiert.

Ich frage mich ernsthaft, wie Kinder in einem so jungen Alter solche Spektakel verarbeiten sollen, gerade wenn sie auch noch zum ersten oder zweiten Mal vor einer Kino-Leinwand sitzen. Ich habe schon öfter gehört, dass es zuviel für die Kinder war.

Deutsche Filme wie die süße Häschenschule sind da dann doch oftmals deutlich entspannter. Ich kann aus eigener Erfahrung sowie aus den Berichten anderer sehr empfehlen, für die ersten paar Kinobesuche wirklich bewusst ruhigere Filme auszuwählen. Ja genau, solche, bei denen wir Eltern fast einschlafen. Lottas zweiter Film war nämlich „Die Schlümpfe“ und das war ganz deutlich zuviel für sie; sie hatte in der darauffolgenden Nacht auch Albträume.

Ich finde es generell schon wichtig, dass Kinder relativ früh an einen gesunden Umgang mit Medien herangeführt werden. Diverse Medien gehören heute einfach zu unserer Zeit und der Medienkonsum soll und darf den Kindern auch einfach Spaß machen. Macht er uns Erwachsenen ja auch.

Trotzdem war und ist es uns wichtig, mit Lotta wirklich sehr behutsam und bewusst vorzugehen. Wir Erwachsenen können vermutlich kaum nachvollziehen, was für heftige Eindrücke die ersten Videos, Apps, Serien und Kinofilme für Hirn und Seele unserer kleinen Herzchen sind und sollten es uns immer wieder in Erinnerung rufen.

Auf’s Gefühl hören

Letzten Endes sind wir als Eltern wie immer gut beraten, wenn wir einfach auf unser Gefühl hören. Wenn wir spüren, dass es für unser Kind irgendwie zuviel wird, sollten wir unbedingt den Medienkonsum reduzieren, auch wenn das oft mit Unwillen von Seiten unserer kleinen Schietbüdel quittiert wird. Von Komplett-Verboten bis in die Grundschule hinein halte ich allerdings wirklich nichts.

 

Empfehlungen zum Thema Apps

Wonderkind macht wirklich schöne Apps für Kinder.  Besonders empfehlen kann ich die Wimmelbuch-Apps Flughafen, Zirkus und Meine Stadt!

Fox & Sheep machen wirklich Waaahnsinns-Illustrationen mit sooo viel Liebe zum Detail. Meine besonderen Empfehlungen sind hier der Streichelzoo und die Fuchs-Apps, besonders Fuchs Tierarzt.

Und für die ganz klassische Bilderliebe…

Kinder lieben Fotos und bunte Bilder. Und das natürlich nicht nur in bewegt. Für die klassische groooße Bilderliebe unserer Sonnenscheinchen gibt es die Produkte von Kleine Prints. Entdecke jetzt unser stabiles Fotobuch für Kinder, das stylische personalisierte Memospiel und das schöne Fotopuzzle – und sorge so schon ganz bald für eine Extraportion Fotofreude bei Euch im Kinderzimmer.

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Kinder und Medien: Analog tut auch mal gut

Bildquellen: 1 – 4 via unsplash.com: 1) Hal Gatewood, 2) Annie Spratt, 3) Samantha Sophia, 4) Alexander Dummer; 5) Eva Malawska

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