Hilfe, mein Baby kommt zur Schule!

Welche Grundschule für mein Kind? Eine erste Orientierung findest Du in diesem Artikel.

Sie haben doch gerade eben erst ihre ersten wackeligen Schrittchen gemacht… und jetzt kommen sie „plötzlich“ in die Schule?!!

Die Einschulung, besonders die des ersten Kindes, ist ein echter Einschnitt im Familienleben. Nicht nur für das Kind, sondern auch für die Eltern.

Welche Grundschule ist richtig für mein Kind? Was müssen wir bei der Auswahl beachten? Was verändert sich in der Betreuung im Vergleich zur Kita? Zu diesen Themen gibt es mindestens (!) genauso viele Meinungen wie Fragen und letztendlich muss jede Familie ihre eigenen Antworten finden. Doch wir möchten heute allen Erstlings-Schuleltern in spe einen Überblick zur ersten Orientierung verschaffen. (Schaut Euch am besten auch die weiterführenden Links an.)

Welche Grundschule für mein Kind?

In den meisten Bundesländern stellt sich diese Frage gar nicht so wirklich, denn die Grundschule des Kindes richtet sich in der Regel nach dem Wohnort der Eltern. Zwar kann ganz regulär ein Antrag darauf gestellt werden, das Kind an einer anderen staatlichen Schule einzuschulen. Doch es müssen schon andere Gründe als nur der reine Wunsch der Eltern vorliegen, damit Ihr überhaupt eine Chance habt, dass dem Antrag stattgegeben wird.

Abgesehen davon, dass nicht wenige Eltern hierbei versuchen zu betrügen, um ihr Kind auf die Wunsch-Schule schicken zu können, gibt es auch legale Umstände, die uns die „Qual der Wahl“ ermöglichen. Beispielsweise kann hier in Hamburg als auch in Nordrhein-Westfalen die Grundschule (je nach Kapazitäten) frei gewählt werden.

Darüber hinaus gibt es in vielen Städten und Regionen Schulen mit besonderem Profil, die unabhängig vom Einzugsgebiet gewählt werden können, sofern man einen Platz für sein Kind bekommt. Dazu zählen etwa die freien Waldorfschulen, Montessori-Schulen und andere Schulen mit besonderem pädagogischem Konzept, bilinguale Schulen sowie konfessionelle Schulen.

Eine Übersicht über die verbreitetesten Schularten in freier Trägerschaft in Deutschland findest Du hier.

Die Qual der Wahl

Wie findet man also die richtige Grundschule für sein Kind, wenn man die „Qual der Wahl“ hat, selbst auswählen zu dürfen? Wie findet man das Konzept, in dem das eigene Kind von Klasse 1 an perfekt aufgehoben ist?

Hand auf’s Herz: Am ehesten hilft es wahrscheinlich, sich gar nicht zu viele Gedanken zu machen und einfach mal auf dem Boden zu bleiben. Wenn es für Euch grundsätzlich keine triftigen Gründe für eine andere als die örtlich nächstgelegene Grundschule gibt, solltet Ihr vielleicht nicht zwanghaft danach suchen.

Wenn Ihr selbst als Eltern allerdings bestimmte Werte habt, die Ihr eher in einer nicht-staatlichen Grundschule gelebt seht, solltet Ihr das nicht ignorieren. (Dabei ist nicht zu vergessen: Privatschulen wie die Waldorf- und Montessori-Schulen kosten vom ersten Schuljahr an Schulgeld, teilweise ist dies gestaffelt an das Einkommen der Eltern angepasst.)

Wenn Euer Kind ein besonders starkes musisches oder anderweitiges Interesse hat, das sich mit einer speziellen Grundschule weiter fördern ließe, ist auch das natürlich immer eine Überlegung wert.

Welche Grundschule für mein Kind? Sollte Euer Kind auf eine Schule mit besonderer pädagogischer Ausrichtung gehen?Welche Grundschule für mein Kind? Überblick über verschiedene Möglichkeiten.

Wichtig für viele Eltern: Die Betreuung

Auch das Thema Betreuung spielt bei der Wahl der Grundschule oft noch eine große Rolle. Heute ist es bekanntermaßen nicht mehr so verbreitet wie früher, dass ein Elternteil komplett zuhause ist. Daher sind viele Familien darauf angewiesen, dass ihr Grundschulkind zumindest bis 14:00 oder 15:00 Uhr, oft sogar länger, zuverlässig und gut betreut ist.

Bei der Auswahl der Grundschule solltet Ihr also auch unbedingt darauf achten, wie Eure eigenen Betreuungsmöglichkeiten zuhause sind und wie Ihr die Zeit, in der Ihr Euer Kind nicht selbst betreuen könnt, auffangen könnt. Arbeitet ein Elternteil halbtags, reicht eventuell eine „verlässliche Grundschule“ aus, das heißt eine Grundschule, an der die Kinder täglich garantiert fünf Zeitstunden lang betreut sind, auch falls die Unterrichtszeit kürzer sein sollte.

Wenn für Euch längere Betreuungszeiten notwendig sind, habt Ihr die Wahl zwischen einer außerschulischen Betreuung und ggf. einer Ganztagsschule. Bei letzterer gibt es, wie überall im Leben, sowohl Vor- als auch Nachteile und Ihr solltet Euch gut überlegen, ob eine Ganztagsschule ein gutes Konzept für Euer Kind mit seiner spezifischen Persönlichkeit ist.

Letztendlich gibt es eine Vielzahl an möglichen Kombinationen aus Unterricht und Nachmittagsbetreuung. Wichtig ist, dass die gewählte Form zu den Bedürfnissen Eurer Familie passt und keine Zusatzbelastung für Euren Alltag darstellt.

Kurzer Schulweg – ein nicht zu unterschätzendes Argument

Auch wenn wir als Eltern oft sehr klare Vorstellungen davon haben, was wir uns für unser Kind wünschen und was vermutlich gut für es ist, sollten wir einen glasklaren Vorteil der Grundschule im Einzugsgebiet nicht unterschätzen: Den kurzen Schulweg! Denn auch wenn die kleinen ABC-Schützen nun Schulkinder sind, sie sind immer noch Kinder, die wir nicht überfordern sollten. (Was leider doch immer häufiger vorkommt.)

Der Wechsel von Kita oder Kindergarten in die Schule ist ein neuer Lebensabschnitt für das immer noch relativ kleine Kind. Dieser neue Abschnitt bringt zwar oft viel freudige Aufregung mit sich, aber Veränderung ist eben auch immer ein Stressfaktor. Entscheiden wir als Eltern uns gegen die nächstgelegene Grundschule, sorgen wir durch die längeren Schulwege für potentiell noch mehr Stress. Außerdem wohnen die neuen Schulfreunde unserer kleinen Sonnenscheinchen so vermutlich eher nicht in der Nachbarschaft, was wiederum zu mehr Aufwand für Spielverabredungen und Co. führt.

Fazit: Gut überlegen, aber nicht zu viel grübeln

Es lohnt sich also, es sich gut zu überlegen, ob man sein Kind auf einer anderen Schule anstatt der Grundschule im Einzugsgebiet anmelden möchte. Manchmal gibt es gute Gründe dafür und es kann die beste Lösung für die ganze Familie, inklusive Mini, sein.

Manchmal ist es aber vielleicht auch ein leicht übertriebener Wunsch nach Kontrolle, der uns dazu verleitet, sehr viel über die richtige Grundschule für unser Kind nachzudenken. Wir wollen schließlich immer nur das Beste für unsere kleinen Herzensmenschen – und da lautet das Motto nicht selten: Weniger (Grübeln) ist mehr (Lebensqualität für die ganze Familie).

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