Zweites Kind ja oder nein? Eine etwas „andere“ Betrachtung

Zweites Kind ja oder nein ? Eine erweiterte Betrachtung.

Unser Hauptanliegen hier in den Kleine Prints Geschichten ist es, Euch gut zu unterhalten und Euch Hilfreiches und Wissenswertes rund um das fotoverliebte Leben mit Kindern zu präsentieren.

Die vielen emotional aufgeladenen Themen, über die Eltern sich hier und da (auch online) ereifern und zum Teil leider auch Fronten gegeneinander bilden, sind eigentlich nicht so unsers. Doch nun hat sich eine Leserin konkret an uns gewandt und vorgeschlagen, dass wir uns mal mit dem Thema „Zweites Kind ja oder nein?“ beschäftigen.

Es freut uns natürlich mega, dass unsere Blogartikel so sehr geschätzt werden, dass wir explizit Themenwünsche bekommen. Also bewegen wir uns heute auch gerne für Euch mal in „tiefere“ Themengewässer, die wir von alleine vermutlich nicht unbedingt durchkreuzen würden. (Ihr merkt schon, das Maritime ist aus uns einfach nicht rauszubekommen…) Legen wir also los:

Wir lieben Offenheit, aber…

Vorab ist es uns wichtig zu betonen, dass die Frage nach dem zweiten Kind eigentlich keine ist, die wir allgemein gültig beantworten können. Das kann niemand. Es ist eine sehr persönliche Frage, die jedes Paar für sich beantworten darf. Was uns allerdings dazu auffällt: Das Wahren der Intimsphäre anderer bei so sehr persönlichen Fragen des Lebens scheint manchen Menschen nicht besonders wichtig zu sein.

Kleine Prints steht nicht nur für hochwertige, schniiieke Fotogeschenke für Eure kleinen Schietbüdel. Nein, hinter den Kulissen sind wir ein zum größten Teil aus Frauen bestehendes Team, das unter anderem durch gemeinsame Werte verbunden ist. Bei unserer gemeinsamen Arbeit achten wir darauf, offen und auf Augenhöhe zu kommunizieren, zu sagen, was passt und super ist und wo es vielleicht noch Optimierungspotential gibt, Fragen zu stellen, wo Unklarheit herrscht…

Offenheit. Ein wichtiger Wert.

Und doch gibt es einfach Lebensbereiche und Situationen, in denen es angemessen ist, nicht ganz so offen zu fragen und seine Neugierde etwas zurückzustellen. Damit kommen wir wieder zum Thema unseres heutigen Artikels. Denn genau beim Thema Kinderwunsch beziehungsweise Familienplanung ist unserer Meinung nach doch etwas (mehr) Zurückhaltung angebracht.

Und, wann kommt Nachwuchs/das zweite Kind? Wollt Ihr noch ein drittes oder ist jetzt Schluss?

Unser Team besteht sowohl aus Nicht-Mamas als auch aus Mamas, in einer Altersspanne zwischen Ende 20 und Ende 30. Wir alle haben unterschiedliche Hintergründe und verschiedene Lebensentwürfe. Und doch verbindet uns vieles. Zum Beispiel, die Tatsache, dass JEDE von uns schon mal blöde Fragen zum persönlichen Kinderwunsch gestellt bekommen hat.

Kaum ist die Nicht-Mama über das dritte Date mit dem aktuellen Traummann hinaus, gilt scheinbar für gar nicht so wenige Menschen: Frage-Feuer frei! Noch extremer wird’s, wenn man auch noch so „wahnsinnig“ ist und heiratet. Dann scheint es kein Halten mehr zu geben und die Frage nach dem Nachwuchs kommt so oft, dass man sich irgendwann nicht mal mehr wirklich drüber aufregt, sondern nur noch die Augen verdreht.

Zweites Kind ja oder nein ? Eine erweiterte Betrachtung.Zweites Kind ja oder nein ? Eine erweiterte Betrachtung.

Für Mamas mit einem Kind ist es meist nicht besser. Kaum abgestillt, geht’s wieder los: „Und, wollt ihr noch ein Zweites?“ Oder noch besser: „WANN kommt denn das Zweite?“

Nach Kind Nummer 2 schlagen die Fragen dann, je nach Haltung des Fragestellers, in verschiedene Richtungen aus. Entweder es geht weiter mit „Wann kommt Nummer 3?“ oder Ihr hört: „Jetzt wollt ihr aber nicht noch mehr, oder?“

Warum ein Tabu manchmal sinnvoll ist

Manchmal ist Schweigen wirklich Gold und wir finden, die oben beschriebenen Fragen sollten wir alle uns am besten verkneifen. Zum einen ist die Familienplanung eines Paares einfach etwas total Privates und wir werden es schon alle rechtzeitig erfahren, wenn es da etwas zu verkünden gibt. Vielleicht möchten sie ja auch einfach kein Kind/kein zweites Kind haben?

Zum anderen, und das ist für uns der viel wichtigere Punkt, können wir nie wissen, was gerade hinter den Kulissen bei dem Paar abgeht, das man da so gerne eifrig befragen möchte. Vielleicht gab es eine Fehlgeburt, vielleicht können sie kein/kein weiteres Kind bekommen. Vielleicht kämpft einer der beiden gerade mit Depressionen oder sonst was. Vielleicht ist der Wunsch nach einem/einem weiteren Kind da, aber es geht gerade nicht — aus welchen Gründen auch immer. Mit unbedachten Fragen kann man da unter Umständen echt tiefe Wunden treffen.

Zweites Kind ja oder nein ? Eine erweiterte Betrachtung.Zweites Kind ja oder nein ? Eine erweiterte Betrachtung.

Daher gilt unserer Meinung nach: Fragen nach der Familienplanung sind sicherlich unter ganz engen Freunden ok, aber bestimmt nicht unter Bekannten oder bei der anderen Kita-Mutti, mit der man ab und zu mal beim Abholen quatscht. Da sollten doch im Optimalfall das Taktgefühl und Einfühlungsvermögen über die (nachvollziehbare, kennen wir alle) Neugierde siegen!

Es ist übrigens kein Zufall, dass dieser Artikel kurz vor Muttertag erscheint. Denn was wir allen Müttern, genauso wie allen Nicht-Müttern, von Herzen wünschen ist, dass sie frei und selbstbestimmt ihr Leben gestalten können, ohne dass ständig irgendjemand irgendwas besser weiß und ohne dass persönliche Entscheidungen ungefragt zum Diskussionsthema werden. So wie eben beispielsweise die Frage nach dem (nächsten) Kind.

Jetzt kommt doch mal zum Punkt: Geschwisterkind ja oder nein?

So, nun kommen wir aber doch noch kurz zur Ausgangsfrage unserer lieben Leserin: Was spricht für ein Geschwisterkind und was dagegen? Diese Frage darf wie gesagt jedes Paar für sich selbst beantworten. Und wahrscheinlich sollte man dabei immer etwas mehr auf das Herz als auf den Kopf hören.

Doch anstelle einer schnöden Pro-/Contra-Liste können wir aus unserer eigenen Erfahrung etwas anderes zu diesem Thema beitragen. Denn viele Eltern scheinen Angst zu haben, dass sie ihrem Kind etwas Wichtiges vorenthalten, wenn sie kein Geschwisterchen mehr bekommen.

Diese Angst halten wir für völlig unbegründet. Denn: Klar macht man sich als Eltern eines Einzelkindes ab und zu mal Gedanken darüber, dass das Kind eben ohne Geschwister aufwächst. Und klar fragt man sich, wie das später für den kleinen Sonnenschein sein wird, ob ihr/ihm etwas fehlen wird. Diese Gedanken sind wohl einfach normal, jedenfalls für viele Einzelkind-Eltern.

Doch wir denken, dass das erfüllte Sozialleben und die Lebenszufriedenheit eines Menschen garantiert nicht davon abhängen, ob sie/er nun mit Geschwistern aufgewachsen ist oder nicht. Wir denken, dass es in erster Linie wichtig ist, mit viel Liebe aufzuwachsen und Vertrauen in sich selbst und andere zu entwickeln. Wir als Eltern können unseren Kindern dabei vorleben, sich mit verschiedensten Menschen zu verbinden und herzliche Beziehungen aufzubauen, ganz unabhängig davon, ob man nun irgendwelche Gene miteinander teilt oder nicht. Auch ohne leibliche Geschwister kann man wunderbare Menschen in seinem Leben haben, die sich wie Schwestern oder Brüder anfühlen.

Zweites Kind ja oder nein ? Eine erweiterte Betrachtung.

Und umgekehrt gilt wohl auch: Selbst wenn man Geschwister hat, heißt das ja nicht unbedingt, dass man sich mit ihnen nahe steht oder wirklich füreinander da ist, wenn es hart auf hart kommt. Wer Geschwister hat, kennt die schönen und auch die schwierigen Momente. Auch Geschwisterbeziehungen können manchmal ganz schön schwierig sein und es gilt der schöne Spruch: „Freunde sind die Familie, die du dir selbst aussuchst.“

Aus der „pragmatischen“ Sicht als Eltern gibt es sicherlich viele Gründe, die für oder gegen ein Geschwisterkind sprechen. Wie immer bei Kleine Prints können wir dazu nur sagen: Lasst mal das Herz vorgehen und der Rest wird sich schon fügen. Denn was aus Liebe entschieden wurde, kann ja nicht sooo falsch sein.

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Bildquellen: 1 bis 6 – Paul Hanaoka via unsplash.com, Postkarte „Supermutti“ –  Eva Malawska

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